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Die Berliner Luft

war am 5. Tag der Städtebauförderung zwar ein wenig frisch und vor allem nass, aber das hielt Tausende von Berlinerinnen und Berlinern nicht davon ab, die 52 Veranstaltungen in 11 Bezirken zu besuchen und sich über die vielen erfolgreichen Projekte zu informieren.
Mit Regenschirmen und Helmen bewaffnet wurden Großbaustellen besichtigt, Jugendfreizeitanlagen und Spielplätze eingeweiht, sonst unzugängliche Orte wurden inspiziert, Straßen zurückerobert und ganze Viertel mitgeplant.
Am 11. Mai zeigten die Berlinerinnen und Berliner ein weiteres Mal ihren ganz besonderen Sinn für ihre Stadt und ihre Nachbarschaften, der Berlins Kieze so lebendig und einzigartig macht.

Wir sagen Danke und freuen uns auf das nächste Jahr mit neuen Projekten und vor allem auf den Tag der Städtebauförderung 2020 mit Ihnen!

Highlights am Tag der Städtebauförderung 2019

Neues Leben in der Alten Mälzerei

Fast Hundert Jahre lang stand die Alte Mälzerei in Lichtenrade leer, aber am Tag der Städtebauförderung wurde das eindrucksvolle Gebäude aus dem 19. Jahrhundert zu neuem Leben erweckt. Ab Mittags bis in die Abendstunden konnten die Lichtenrader Bürgerinnen und Bürger das so lange unzugängliche Gelände besichtigen und auf dem großen Vorplatz das entstehende kulturelle Zentrum ihres Kiezes ausgiebig feiern. Nach der offiziellen Eröffnung mit Senatorin Katrin Lompscher, der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler und dem Eigentümer Thomas Bestgen konnte man sich durch die ehemaligen Fabrikhallen führen und sich den geplanten Ausbau erläutern lassen. Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, wird Lichtenrade um ein großes Kulturzentrum mit Stadtbibliothek, Volkshochschule und Musikschule reicher sein.

 


Foto: Maria Conradi

St. Georgs-Tag in Neukölln

Am 11. Mai wurden in der Boddinstraße wieder mit dem Hederlezi, dem St. Georgs-Tag der Sinti und Roma, der Frühling gefeiert. Und rund 1.000 Neuköllnerinnen und Neuköllner, unter Ihnen auch Bezirksbürgermeister Martin Hikel, feierten begeistert mit. Während auf der Bühne unter anderem eine Balkan-Blaskapelle und die Rap-Gruppe „Gypsy Kings“ einheizten, konnte man sich bei den Essens-Ständen mit bosnischen Krapfen, arabischen Spezialitäten und Gegrilltem versorgen. Viele Initiativen und Vereine stellten sich mit ihrer Arbeit vor und die Hermann-Boddin-Grundschule nutzte die Gelegenheit, nach „Superheld*innen“, engagierten Lehrkräften, die für ihren Job brennen, zu suchen. Gelebte Nachbarschaft in einem der vielfältigsten Kieze unsere Stadt!


Foto: Birgit Leiß

Foto: Nihad Nino Pušija

Die Schöneberger Linse im Fokus

Auf einem ca. einstündigen Stadtspaziergang durch die Schöneberger Linse konnten sich über 50 Architekturfans und Interessierte am Tag der Städtebauförderung, unter sachkundiger Führung vom Gebietsbeauftragten Herrn Schop vom großen Potenzial dieses Berliner Kiezes überzeugen. Nahe dem zweitgrößten Bahnhof Berlins, dem Südkreuz, entsteht hier ein modernes Viertel mit Wohnraum für ca. 2.500 Menschen, Bürogebäuden und einem Hotel. Dafür werden alle nötigen Voraussetzungen geschaffen, wie z.B. die Wiederinbetriebnahme der Teske-Grundschule und der Bau weiterer Grünflächen sowie von Erholungs- und Erlebnisorten. Durch den Ausbau des Tempelhofer Wegs zur zentralen Quartiersachse und generell der Fuß- und Radwege entsteht hier ein modernes klimafreundlichen Viertel der kurzen Wege. Während des Rundgangs erfuhren die Teilnehmenden an vier ausgewählten Stationen, alles über die aktuellen und geplanten Bauvorhaben in diesem neuesten der Berliner Kieze und fassten das eine oder andere Vorhaben kritisch ins Auge.


Foto: roedig.schop architekten

 

Freie Räume für freie Kinder

Einer der Schwerpunkte der Städtebauförderung in Berlin ist es, Spiel- und Freiräume für Kinder und Jugendliche nicht nur zu erhalten, sondern vor allem neu zu schaffen. Am 11. Mai hatten daher große und insbesondere kleine Bewohnerinnen und Bewohner des Wedding auf einem „Promenaden-Workshop“ in der Grüntaler Straße die Chance ihren Kiez mit zu planen und direkt mit zu gestalten. Kinder sprühten bunte Hüpfspiele und eine Laufbahn. Bei gruppe F wurden die bisherigen Visionen für die Promenade präsentiert und weiterentwickelt. Das Atelier Camargo Klasen ließ Laternen für die Promenade gestalten. Bewohnerinnen und Bewohner schmückten ihren Kiez mit Wollgraffitis und bei der Prinzenakademie konnten Kinder die zukünftige Bühne entwerfen. Das Quartiersmanagement Soldiner Straße brachte kleine Blumentöpfe zum Bepflanzen mit. Nachbarschaft und Interessierte kamen bei leckeren Waffeln und Smoothies ins Gespräch.

Foto: gruppe f Landschaftsarchitekten