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Ein Plausch mit den Nachbarn und gleichzeitig den Einkauf erledigen, hierzu ist die Arminiusmarkthalle ideal. Damit auch das Umfeld zum Verweilen einlädt, wurden die Straßen rund um die denkmalgeschützte Markthalle nun neu gestaltet. Knapp 2,4 Millionen Euro wurden in die Sanierung der umliegenden Straßen aus dem Förderprogramm „Aktive Zentren“ investiert.

Die Markthalle heute

Mit 14 Metern Deckenhöhe, einer Grundfläche von 3.500 Quadratmetern, hohen Fenstern sowie filigranen guss- und schmiedeeisernen Bauteilen erinnert die Markthalle an eine lichtdurchflutete Basilika. Bei einem großen Angebot von Lebensmitteln für jeden Geldbeutel – von frischem Fisch und Meeresfrüchten über Fleisch, Wurst, Käse, Wein und Milchprodukten bis zu Obst, Gemüse, Backwaren, einem Hauswirtschaftsladen und einem Discounter – haben Besucher beim Einkauf die Qual der Wahl. Wer sich lieber bewirten lässt, ist bei dem vielfältigen Angebot internationaler Spezialitäten bestens aufgehoben; ebenso auf abendlichen Kulturveranstaltungen vor Ort. Oder man flaniert gemütlich durch die Halle, lauscht Musikklängen und bewundert Handwerk regionaler Manufakturen.

Damals…

Im Jahr 1891 eröffnete die Arminiusmarkthalle – ein Werk des Architekten und Stadtbaurats Hermann Blankenstein (1829-1910) – nach gut zwölf Monaten Bauzeit zum ersten Mal ihre Tore. Anstelle des damals üblichen Marktreibens unter freiem Himmel sollte durch die Überdachung die Hygiene der Lebensmittelversorgung verbessert werden. Von der Turmstraße aus konnten die Menschen damals noch direkt zur neuen Halle blicken. „Vor der Markthalle war früher ein riesiger und wunderschöner Platz“, sagt Martin Rossi, Prokurist des Restaurants „Zunftwirtschaft“ der Ganymedes Genuss-Management e. K. Man traf sich, begegnete sich und konnte auf der großzügigen und gärtnerisch gestalteten Fläche über Geschäftliches diskutieren oder einen spontanen Plausch abhalten.

In den 1930er-Jahren wurde auf dieser Fläche das Rathaus Tiergarten errichtet. Das Förderprogramm „Aktive Zentren“, das seit dem Jahr 2008 die Revitalisierung der Turmstraße als Einkaufsstraße verfolgt, hat frühzeitig die sich neu entwickelnde Arminiusmarkthalle und ihr Umfeld in den Fokus genommen. Vor sieben Jahren wurden gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den dort angesiedelten Gewerbetreibenden Ideen zur Neugestaltung des umliegenden Straßenraums entwickelt. So sollte etwa die Jonasstraße mit Bäumen bepflanzt und die Arminiusstraße vom Verkehr befreit werden. Auch Parkplätze und Straßenbeläge wurden trotz Verzögerungen durch Leitungsarbeiten ringsum erneuert. Die dafür erforderliche Summe betrug knapp 2,4 Millionen Euro.

Wieder in Szene gesetzte Attraktion

Neben dem Haupteingang, im südlichen Kopfbau der Markthalle, liegt die Zunftwirtschaft; frische Zubereitung saisonaler Speisen und nachhaltiger Genuss stehen auf der Speisekarte. „Wir freuen uns natürlich, wenn die Fußgängerzone nach den dreieinhalb Jahren Bauzeit fertig ist“, fasst Rossi zusammen. „Der Bereich wird erheblich verbessert und wir können für unsere Gäste die Außenbewirtschaftung erweitern – alle werden davon profitieren.“ Im Mai 2019 werden die Arminius-, Jonas-, Bugenhagen- und die Bremer Straße der denkmalgeschützten Markthalle wieder ein attraktives Umfeld bieten und zum Verweilen einladen. Vielleicht auf einen Kaffee, ein unverhofftes Gespräch oder zum freudigen Betrachten des geschäftigen Treibens.